Profil: Martin Malcharek

  • Name: Martin Malcharek
  • Jahrgang: 1977
  • Triathlon seit: 2006
  • Aktuell: Ligateam der DJK Dudweiler
  • Stärken: Von allem ein wenig …
  • Schwächen: Ich will immer zuviel auf einmal!
  • Ziele: einmal richtig fit durch die Saison.

Wie kam ich zum Triathlon?

Bei einer Grillparty in einer warmen Sommernacht erzählte mir ein Bekannter von seinem Vorhaben, einen Sprinttriathlon absolvieren zu wollen. Ich war beeindruckt,  vor allem da er bis dato mit den drei Disziplinen eher unvertraut war. Ich fuhr schon einige Zeit Rennrad und wusste, dass es bestimmt kein „Zuckerschlecken“ ist, drei Sportarten nacheinander zu bewältigen. Er erklärte mir auch, dass er nun bis zu 2 Einheiten täglich trainieren wolle. Ich äußerte meine Bedenken, so hohe Umfänge  aus dem Nichts zu trainieren. Nach mehreren Gläsern Wein entstand eine sehr angeregte Diskussion, die mit der Aussage endete, dass er mich auch zu diesem Event anmelden solle und wir dann sehen würden, wär die bessere Herangehensweise hat.

Am nächsten Tag hatte ich unsere Abmachung schon wieder vergessen. Einige Tage später trafen wir uns wieder und er erzählte mir, dass er mich angemeldet hätte. Ich war zwar etwas überrascht, aber dennoch bereit für den Battle.

Am Tag des Wettkampfs, es war ein kleiner Jedermann Triathlon, war ich dennoch sehr aufgeregt und wollte mich auf keinen Fall blamieren. Mit geliehenem Tri-Bike, in Badehose und Socken kam ich an. Dort waren sich schon einige auf der Rolle am Warmfahren und ich dachte an das schlimmste....Letzter?!?!?!

Irgendwann gings dann los: Schwimmen 300 m volles Rohr, raus aus dem Wasser, schwindlig und schon total am Ende zum Rad getaumelt und erst mal Füße abrubbeln und Socken an!

Dann aufs Rad und Volldampf voraus. Als ich nach drei Runden in die 2te Wechselzone kam, jubelten mir alle zu und ich war total über die gute Stimmung überrascht, da ich ja keine Ahnung hatte, das ich in Führung lag. Ich ging also auf die Laufstrecke, wurde anscheinend von irgendeinem noch überholt, aber kurz vor dem Ziel wusste ich nicht die richtige Laufrichtung und erkundigte mich bei dem Kollegen knapp hinter mir, wo es denn lang gehe. O-Ton: „ Lauf zu, sonst fress ich dich…!“ Ich weiß nicht wie ich dann nochmal ein paar Körnchen mobilisieren konnte, wohl vor lauter Angst „Gefressen“ zu werden, aber ich konnte den knappen Vorsprung ins Ziel retten.

Im Ziel fiel ich zu Boden und kann mich nicht erinnern, jemals wieder so kaputt gewesen zu sein.   Noch während ich da lag, kam ein junges Mädchen zu mir, hängte mir eine Medaille um und gratulierte mir zum 2ten Platz. Als ich wieder reden konnte sagte ich zu meiner Frau: "hey bin ich echt zweiter in meiner Altersklasse geworden?"

Sie grinste: "Altersklasse?? 2. Platz insgesamt!!!"

Und ich war vom Triathlonvirus infiziert ...

Was bedeutet Triathlon für mich?

Triathlon ist für mich der geilste Sport überhaupt.  Den eigenen „Schweinehund“ zu überwinden, im Training, oder im Wettkampf. Draußen im freien Sport zu treiben mit Gleichgesinnten, oder allein und sich danach einfach nur gut zu fühlen. Ich habe längst nicht mehr die Zeit, die ich gerne hätte zur Verfügung für den Sport, aber dennoch ist er ein ganz wichtiger Punkt in meinem Leben und wird es hoffentlich noch lange bleiben.