Challenge Paguera

Montag
27
Okt

Unser Vereinskollege Steff hatte sich zum Saisonabschluss die Challenge Paguera (Mitteldistanz) vorgenommen. Hier ein Bericht zu seinen Erfahrungen:

 

Unter mir, im tiefen Blau des Meeres, tummelte sich ein riesiger Schwarm unzähliger kleiner Fische. Die Blasen eines Athleten vor mir deuteten mir den Weg zum Schwimmausstieg. Geschafft, und nicht einmal schlecht. Ich hatte schon einige Starter aus der Startgruppe vor mir eingeholt. Nur vier bis fünf Athleten mit der ebenfalls blauen Badekappe waren etwas weiter vor mir aus dem Wasser gekommen.

 

 

 

 

Also ging ich als einer der ersten aus meiner Gruppe auf den sehr anspruchsvollen, aber doch schnellen Radkurs. Zwei Runden á 45 Kilometer waren zu absolvieren. Die ersten 45 vergingen wie im Flug. Dann versuchte ich bei tropischen Temperaturen um die 30 Grad etwas an Kraft zu sparen und fuhr mit geringem Kraftaufwand die nächsten 45 Kilometer. Der Plan ging perfekt auf. Nach 2:57:43 Stunden und einem  knappen 31er Schnitt sprang ich wie gehabt mit flinkem Fuß in die T2.

 

Also fasste ich mir im Kopf noch einmal zusammen: Du bist für deine Verhältnisse gut geschwommen – trotz des Neoprenverbots (31:18h), hast dir die Radstrecke, bei Temperaturen über 31°C gut eingeteilt (2:57h), jetzt also nur noch einen soliden Halbmarathon hinlegen und du hast die Finish Line erreicht. Doch was dann auf den abschließenden 21,1 Kilometern geschah, kann ich mir bis heute selbst nicht erklären. Dabei hatte ich im Training viel an meiner Laufperformance gefeilt und die Trainingsergebnisse ließen mich positiv in das Rennen starten.

 

Ich erspare euch hier meine ausführlich erlebten Strapazen, auch wenn es die Laufstrecke wirklich in sich hatte (350 Höhenmeter & Treppen) so dass kein Athlet unter 1:20 Stunde geblieben ist, ist das trotzdem keine Ausrede. Nur ein paar Fakten: Ich habe 2:00 Stunden gebraucht, musste meine ersten Gehpausen in einem Wettkampf einlegen und davon fast alle Steigungen walken. Am Ende ging es mir nur darum, kein DNF in der Ergebnisliste stehen zu haben, aber eine 5:39:52 Stunden Endzeit, Platz 63 in meiner AK45 Kategorie, kommt dem schon verdammt nahe…

 

 

 

 

Es war trotzdem ein wirklich schöner Wettkampf und ich kann diesen nur wärmsten empfehlen.

 

Bis bald, euer Steff

 

 

 

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